Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r (ZFA)

Abteilungsleitung: Frau Petra Durben

Das Berufsbild

Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren Zahnärzten und -ärztinnen bei Untersuchungen und Behandlungen, empfangen und betreuen die Patienten und organisieren die Praxisabläufe. Sie arbeiten hauptsächlich in Zahnarztpraxen, Praxen und Kliniken mit Schwerpunkt Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie sowie in universitären und Bundeswehr-Zentren für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Im Einzelnen werden folgenden Aufgaben übernommen:

  • Vorbereitung von Behandlungen
  • Assistenz am Behandlungsstuhl
  • Patienteninformation, -kommunikation und –betreuung
  • Erstellen von Röntgenaufnahmen
  • Mitarbeit bei der Organisation der Praxishygiene
  • Verwaltungsarbeiten mit und ohne EDV
  • Materialbeschaffung, -verarbeitung und –vorratshaltung
  • Durchführen von Arbeiten im zahnärztlichen Labor

Apothekenpflichtige Medikamente darf die/der PKA nicht abgeben.

 

Vorraussetzungen

Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Mindestvoraussetzung ist in der Regel ein guter Hauptschulabschluss. Aber aufgrund der Anforderungen, die dieser Beruf mit sich bringt, ist es ratsam einen guten Realschulabschluss vorzuweisen. Außerdem sollten weitere Eignungsvoraussetzungen vorliegen:

  • eine hohe Belastbarkeit sowohl körperlich als auch psychisch,
  • keine Allergie gegenüber chemischen Stoffen,
  • eine gute Motorik und schnelle Reaktionsfähigkeit,
  • eine gewissenhafte, zuverlässig und verschwiegen Arbeitsweise,
  • ein Organisationsvermögen und ein Ordnungssinn,
  • eine hohe Sozialkompetenz, d.h. freundlich, taktvoll und aufmerksam sein und Verständnis haben für das Anliegen der Patienten,
  • eine gute Lernfähigkeit und Auffassungsgabe verbunden mit der notwendigen Konzentrationsfähigkeit,
  • die Beherrschung der grundlegenden Rechenarten
  • Grundkenntnisse in Biologie, Chemie und Physik,
  • eine gute Ausdruckweise in Wort und Schrift sowie Rechtschreibung und Grammatik.

 

Ausbildungsvergütung

Nach dem Berufsbildungsgesetz § 17 erhalten die Auszubildenden „eine angemessene Vergütung“. Je nach Lebensalter und fortschreitendem Kenntnisstand soll sie mindestens jährlich ansteigen. Von der Zahnärztekammer werden den Zahnärzten Vergütungsempfehlungen angeboten, die allerdings keine Allgemeinverbindlichkeit darstellen.

Eine Orientierung bieten die aktuellen Gehalts- und Manteltarifverträge für die Kammerbereiche Berlin, Hamburg, Hessen und Westfalen-Lippe.

 

Ausbildungsnachweis

Um die eigenen fortschreitenden Kenntnisse während der Ausbildung zu dokumentieren, muss ein Ausbildungsnachweis geführt werden. Die Themen werden zusammen mit den Ausbildenden aus einem „Katalog“ ausgesucht. Dieser Nachweis muss spätestens vor Beginn der Abschlussprüfung der Zahnärztekammer vorgelegt werden. Die Themen des Ausbildungsnachweises findest du unter www.bzk-koblenz.de/ZFA/Hinweis zur Führung des Berichtsheftes/Ausbildungsnachweises.

 

Berufsschulbesuch

Der Unterricht findet in jahrgangsbezogenen Fachklassen statt und umfasst zwei Berufsschultage: einen ganzen Tag (8.00 Uhr bis 15.45 Uhr) und vierzehntägig einen zweiten Tag (8.00 Uhr bis 13.00 Uhr ).

Die Unterrichtsinhalte werden in 13 berufsspezifischen Lernfeldern über die drei Ausbildungsjahre vermittelt, dazu kommen noch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Sozialkunde und Religion.

Im 2. und 3. Lehrjahr kommt ein einstündiges Wahlpflichtfach hinzu, zurzeit „Zahnärztliche Software“.

Jedes berufsspezifische Lernfeld enthält unterschiedlich stark gewichtet Unterrichtsinhalte aus folgenden Bereichen:

  • zahnärztliche Fachkunde
  • zahnärztliches Abrechnungswesen
  • Betriebswirtschaftslehre

Je nach Gewichtung wird die Lernfeldnote ermittelt. Grundlage hierfür sind schriftliche Leistungsnachweise in Form von Klassenarbeiten und anderen Leistungsnachweisen.

Entsprechend des Rahmenlehrplans werden folgende Lernfelder unterrichtet:

Übersicht

Ist ein Lernfeld abgeschlossen, dann ist die Lernfeldnote endgültig und kann nicht mehr in den folgenden Schuljahren verändert werden! Sie fließt am Ende eines Schuljahres immer wieder in das Jahreszeugnis mit ein, welches dem Ausbilder zur Unterschrift vorgelegt werden muss. Zusammenfassend werden alle Lernfeldnoten auf einem Abschlusszeugnis der Berufsschule erfasst.

Mit dem Abschlusszeugnis der Berufsschule kann unter Umständen (abhängig von der erreichten Durchschnittsnote und nachgewiesenen Fremdsprachenkenntnissen) als zusätzliche Qualifikation der Sekundarabschluss 1 erreicht werden.

 

Prüfungen

  1. Zwischenprüfung

In der Mitte des zweiten Lehrjahres erfolgt eine Zwischenprüfung, deren Ergebnis dem Ausbilder schriftliche zur Kenntnis gebracht wird.

Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Ausbildungsordnung für die ersten 18 Monate aufgeführten Fertigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für Zulassung zur Abschlussprüfung! Eine entsprechende Bescheinigung muss bei der Anmeldung zur Abschlussprüfung eingereicht werden.

  1. Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende des Ausbildungsganges in schriftlicher sowie praktischer Form, der genaue Ablauf ist in einer Prüfungsordnung festgelegt.

Nähere Informationen über die Zwischen- und Abschlussprüfung und den Rahmenlehrplan ZFA mit Lernfeldern lassen sich auch bei www.bzk-koblenz.de nachlesen.

 

Aufstiegschancen durch Fortbildung

Für Zahnmedizinische Fachangestellte bieten sich vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten. Durch das Aneignen zusätzlicher Kenntnisse und Fähigkeiten qualifizieren sie sich zur Übernahme von weiteren anspruchsvollen Tätigkeiten:

  • Zahnmedizinische Prophylaxeassistenten (ZMP) sind Fachkräfte für Individualprophylaxe in allen Bereichen der Zahnarztpraxis wie z. B. Zahnerhaltung, Parodontologie und Implantologie
  • Zahnmedizinische Fachassistenten (ZMF) erwerben zusätzliches Wissen für die Ausübung ihres Berufes und sind dadurch in der Lage zur Übernahme von mehr Verantwortung sowie zu selbstständigen Arbeiten am Patienten.
  • Zahnmedizinische Verwaltungsassistenten (ZMV) durchlaufen eine systematische und umfassende Fortbildungsmaßnahme für die Verwaltungstätigkeiten einer Praxis mit den Schwerpunkten Abrechnung, Verwaltungskunde, Qualitätsmanagement, Ausbildungswesen und Datenverarbeitung
  • Dentalhygieniker (DH) werden durch ihre Fortbildung zu Fachkräften für die Begleitung und Nachsorge von Parodontalerkrankungen und übernehmen selbständig präventive und therapeutische Tätigkeit in diesem Bereich